Wichtigste Werte
Der pH-Wert zeigt an, ob dein Wasser sauer oder basisch ist – wie ein Gleichgewicht auf einer Waage. Zu sauer = Augen brennen. Zu basisch = Chlor funktioniert kaum noch.
Was passiert wenn…
⚠️ pH > 7.8: Chlor verliert bis zu 80 % seiner Wirkung — Keime überleben, Algen wachsen schneller.
🔴 pH < 7.0: Augen und Haut brennen, Metallteile korrodieren.
Das freie Chlor ist die aktive Menge Chlor, die gerade Bakterien und Keime bekämpft. Denk daran wie Polizisten auf Streife – zu wenige = keine Sicherheit, zu viele = unangenehm.
Was passiert wenn…
⚠️ Chlor < 0,5 mg/l: Keime und Bakterien können sich ungehindert vermehren.
🔴 Chlor > 3 mg/l: Haut- und Schleimhautreizungen — nach dem Baden duschen.
Weitere Werte (optional, aber hilfreich)
Das Gesamtchlor umfasst aktives Chlor (fCI) + verbrauchtes Chlor. Das verbrauchte Chlor entsteht, wenn Chlor Schmutz, Schweiß oder Urin abbaut – es wird zu Chloramin. Chloramin ist der Grund für den typischen stechenden "Chlorgeruch".
Gesamtchlor − Freies Chlor = Gebundenes Chlor (Chloramin)
Ideal: Differenz < 0.5 ppm
Was passiert wenn…
⚠️ Großer Abstand zwischen fCI und tCI: Viele Chloramine (verbrauchtes Chlor). Ursache: Sonnencreme, Schweiß im Wasser. Lösung: Stoßchlorierung.
Die Gesamtalkalität ist der Puffer für deinen pH-Wert – wie ein Stoßdämpfer. Mit einer guten Alkalität bleibt der pH-Wert stabil, auch wenn Regen, Schweiß oder Chemikalien ins Wasser kommen.
Was passiert wenn…
⚠️ Unter 80 mg/l: Der pH-Wert springt unkontrolliert hoch und runter — kaum zu stabilisieren.
⚠️ Über 180 mg/l: Wasser wird trüb, Kalkablagerungen entstehen an Wänden und Pumpe.
CYA (Cyanursäure) ist der Sonnenschutz für dein Chlor. UV-Strahlen bauen Chlor sonst innerhalb von wenigen Stunden ab. Mit CYA bleibt Chlor länger wirksam. ⚠️ Nur wichtig für Außenpools in der Sonne.
Was passiert wenn…
⚠️ Unter 20 mg/l: Chlor wird durch UV-Strahlung innerhalb von Stunden abgebaut (im Außenpool).
🔴 Über 80 mg/l: Chlor wird „geblockt" — wirkt nicht mehr richtig, auch wenn Messwerte hoch sind.
Die Calcium-Härte zeigt, wie viel Kalk im Wasser gelöst ist. Zu wenig = das Wasser holt sich Kalk aus Wänden und Metallteilen (Korrosion). Zu viel = es bilden sich weiße Kalk-Ablagerungen an Wänden, Leitern und im Filter.
Was passiert wenn…
⚠️ Unter 150 ppm: Das Wasser ist „hungrig" — es löst Kalk aus Beton, Mörtel und Metallteilen. Korrosion entsteht.
🔴 Über 400 ppm: Weiße Kalkflecken an Folie/Wänden, Filter setzt sich zu, Wärmetauscher verkalken.
Das kombinierte Chlor (CC) sind Chloramine – „verbrauchtes" Chlor, das mit Schweiß, Sonnencreme oder Urin reagiert hat. Es riecht stechend und reizt Augen. Manche Testkits zeigen CC direkt an, sonst gilt: CC = Gesamtchlor − Freies Chlor.
Was passiert wenn…
⚠️ Über 0,3 ppm: Der typische stechende „Chlorgeruch" entsteht – paradoxerweise heißt das: zu wenig wirksames Chlor.
🔴 Über 1,0 ppm: Augen brennen, Atemwege werden gereizt – jetzt muss stoßchloriert werden.
Wird automatisch berechnet, wenn du fCI und tCI eingegeben hast.
Wassertemperatur (optional)
Höhere Temperatur = Chlor verbraucht sich schneller. Ab 28 °C häufiger messen.