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Salzgehalt im Pool berechnen

Von Dominik Graham Pritchett · Aktualisiert am · Lesezeit ca. 5 Min.

Salzelektrolyse funktioniert nur in einem engen Fenster: zu wenig Salz und die Anlage schaltet ab, zu viel und die Metallteile im Becken korrodieren. Dieser Rechner sagt dir, wie viele Kilogramm Poolsalz du für deinen Zielwert brauchst – oder wie viel Wasser du tauschen musst, wenn der Wert zu hoch ist. Kostenlos, ohne Anmeldung, ohne dass Daten das Gerät verlassen.

Salzrechner

Liter

Du kennst dein Volumen nicht?

Gemessen wird die tatsächliche Wassertiefe, nicht die Beckenhöhe – meist liegen 10 bis 15 Zentimeter Luft über dem Wasserspiegel.

g/L

Leer lassen, wenn der Pool frisch befüllt ist und noch kein Salz enthält.

g/L

Der verbindliche Zielwert steht in der Bedienungsanleitung deiner Elektrolyseanlage – die Modelle unterscheiden sich deutlich.

< 2,5 zu wenig 2,5–3,0 knapp 3,0–3,5 ideal 3,5–4,5 hoch > 4,5 Korrosion

Ohne Anleitung ist 3,0 g/L für die meisten Geräte ein sicherer Startwert.

Die Berechnung läuft vollständig in deinem Browser. Es werden keine Eingaben übertragen oder gespeichert.

Referenz

Welcher Salzgehalt ist der richtige?

Für die meisten Salzelektrolyse-Anlagen liegt der ideale Salzgehalt zwischen 3,0 und 3,5 g/L, also 3.000 bis 3.500 ppm. Zum Vergleich: Meerwasser hat rund 35 g/L, ein Salzpool ist also etwa zehnmal weniger salzig – schmeckbar, aber nicht unangenehm. Der verbindliche Wert steht in der Anleitung deiner Anlage, denn die Spanne der Hersteller reicht von 2,7 bis 6,0 g/L. Unterhalb von 2,5 g/L schalten viele Geräte ab, um die Elektrolysezelle zu schützen, und produzieren dann kein Chlor mehr. Oberhalb von 4,5 g/L steigt das Korrosionsrisiko für Leitern, Handläufe, Einbauscheinwerfer und Wärmetauscher deutlich an.

Salzgehaltin ppmWas das bedeutet
unter 2,5 g/L< 2.500Anlage schaltet ab oder produziert zu wenig Chlor – Algenrisiko innerhalb weniger Tage
2,5 – 3,0 g/L2.500 – 3.000Funktioniert, aber ohne Puffer: nach Regen oder Rückspülen sofort im kritischen Bereich
3,0 – 3,5 g/L3.000 – 3.500Zielbereich der meisten Anlagen – volle Chlorproduktion, kein Korrosionsdruck
3,5 – 4,5 g/L3.500 – 4.500Noch unkritisch, aber ohne Nutzen: mehr Salz erzeugt kein zusätzliches Chlor
über 4,5 g/L> 4.500Korrosion an Metallteilen, salziger Geschmack, mancher Hersteller verweigert die Garantie

Richtwerte für Privatpools. Gewerbliche Anlagen unterliegen strengeren Vorschriften. Maßgeblich ist immer die Herstellerangabe deiner Elektrolyseanlage.

Nachvollziehbar

So rechnet der Salzrechner

Salz hinzufügen

Salzmenge in kg = (Zielwert − Istwert) × Poolvolumen ÷ 1.000

Ein Beispiel: Dein Pool fasst 20.000 Liter, gemessen hast du 2,0 g/L, dein Ziel sind 3,0 g/L. Die Differenz beträgt 1,0 g/L. Gerechnet ergibt das 1,0 × 20.000 ÷ 1.000 = 20 Kilogramm Poolsalz. Bei einem frisch befüllten Becken ohne Salz im Wasser wäre es der volle Zielwert, also 60 Kilogramm.

Salzgehalt senken

Wassertausch in Liter = Poolvolumen × (1 − Zielwert ÷ Istwert)

Salz verdunstet nicht und lässt sich nicht chemisch entfernen – Verdünnung ist der einzige Weg. Bei 20.000 Litern, gemessenen 4,5 g/L und einem Ziel von 3,0 g/L musst du rund 6.650 Liter austauschen, also ein Drittel des Beckeninhalts. Genau deshalb lohnt es sich, beim Nachdosieren eher zu wenig als zu viel zu nehmen: Nachlegen kostet ein paar Kilo Salz, Korrigieren kostet ein Drittel der Wasserrechnung.

Praxis

Salz richtig einbringen

  1. 1Filterpumpe einschalten. Sie muss während der gesamten Auflösung laufen, sonst sammelt sich das Salz als Schicht am Beckenboden.
  2. 2Elektrolyseanlage ausschalten. Sie misst sonst gegen einen Wert, der sich gerade ändert, und meldet Fehlalarme.
  3. 3Salz ins tiefe Beckenende streuen – langsam und verteilt. Nicht in den Skimmer und nicht in den Bodenablauf: dort löst es sich unkontrolliert und greift Pumpendichtungen an.
  4. 4Reste aufbürsten. Was liegen bleibt, kann sich in helle Folien einbrennen und hinterlässt bleibende Flecken.
  5. 524 Stunden warten, dann messen. Erst danach ist der Wert aussagekräftig. Anschließend die Elektrolyseanlage wieder einschalten.

Vermeidbar

Vier Fehler, die teuer werden

Zu früh nachmessen

Der mit Abstand häufigste Grund für überhöhte Salzwerte. Wer nach zwei Stunden misst, sieht einen zu niedrigen Wert, legt nach – und steht am nächsten Tag bei 5 g/L. Immer 24 Stunden warten.

Das falsche Salz

Es gehört reines Siedesalz oder Poolsalz mit mindestens 99,8 Prozent Natriumchlorid ins Becken – ohne Jod, ohne Rieselhilfe, ohne Antibackmittel. Streusalz enthält Verunreinigungen, die das Wasser verfärben und die Elektrolysezelle schädigen.

Der Anzeige der Anlage blind vertrauen

Die eingebaute Salzmessung vieler Anlagen ist temperaturkompensiert und driftet mit den Jahren. Kontrolliere sie mindestens einmal pro Saison mit Teststreifen oder einem elektronischen Messgerät gegen.

Die Cyanursäure vergessen

Salzelektrolyse erzeugt unstabilisiertes Chlor. Wer zusätzlich Multitabs oder stabilisiertes Granulat einsetzt, treibt den CYA-Wert hoch – und ab etwa 40 mg/l wirkt das selbst erzeugte Chlor spürbar schlechter. CYA lässt sich ausschließlich durch Teilwasserwechsel senken.

Häufige Fragen

Fragen zum Salzgehalt im Pool

Wie viel Salz brauche ich für 20.000 Liter?

Für einen frisch befüllten Pool ohne Salz im Wasser rechnest du Zielwert mal Volumen: bei 3,0 g/L und 20.000 Litern sind das 60 Kilogramm Poolsalz. Ist bereits Salz im Wasser, zählt nur die Differenz – bei aktuell 2,0 g/L und Ziel 3,0 g/L wären es noch 20 Kilogramm.

Wie senke ich einen zu hohen Salzgehalt?

Nur durch Verdünnung. Salz verdunstet nicht und lässt sich nicht chemisch binden – du musst einen Teil des Wassers ablassen und mit Frischwasser auffüllen. Der Rechner oben gibt dir die nötige Menge in Litern aus. Prüfe danach pH-Wert und Alkalinität erneut, weil sich beide beim Wasserwechsel mitverschieben.

Welches Salz gehört in den Pool?

Reines Siedesalz oder Poolsalz mit mindestens 99,8 Prozent Natriumchlorid, ohne Rieselhilfen, ohne Jod und ohne Antibackmittel. Speisesalz und Streusalz sind ungeeignet – Streusalz enthält Verunreinigungen, die das Wasser verfärben und die Elektrolysezelle beschädigen können.

Wie lange dauert es, bis sich das Salz aufgelöst hat?

Bei laufender Filterpumpe rechnest du mit 12 bis 24 Stunden. Erst danach ist eine Messung aussagekräftig. Wer zu früh nachmisst, sieht einen zu niedrigen Wert und dosiert nach – der häufigste Grund für einen überhöhten Salzgehalt.

Muss ich jedes Jahr Salz nachfüllen?

In kleinen Mengen ja. Salz selbst wird nicht verbraucht, geht aber über Rückspülen, Spritzwasser, Regenüberlauf und Teilwasserwechsel verloren. Üblich sind Nachdosierungen zum Saisonstart und nach längeren Regenperioden. Eine Messung alle vier bis sechs Wochen genügt im Normalbetrieb.

Rechnet der Rechner auch in ppm?

Die Eingabe erfolgt in g/L, die Umrechnung ist aber einfach: 1 g/L entspricht genau 1.000 ppm. Ein Messgerät, das 3.200 ppm anzeigt, trägst du also als 3,2 ein.

In der App rechnet Pool Buddy automatisch mit

Die kostenlose Pool Buddy App kennt dein Poolvolumen und deine letzte Messung – der Salzrechner ist dort bereits vorausgefüllt. Dazu kommen Erinnerungen ans Nachmessen und Warnungen, bevor der Wert aus dem Zielbereich läuft.

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